06.06.2011 - Mehr Zeit für Familie

Mit prominenten Unterstützern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat der Deutsche Familienverband auf seinem Bundesverbandstag im brandenburgischen Blossin ein Bündnis für mehr Familienzeit geschmiedet:

„Wir müssen Kinder und Familien neu in den Mittelpunkt stellen und es jungen Menschen ermöglichen, Ja zum Kind zu sagen. Auch wer seine pflegebedürftigen Eltern versorgt und ihnen Nähe gibt, leistet unglaublich Wertvolles und braucht dafür zeitlichen Freiraum. Alle müssen an einem Strang ziehen, damit Familien nicht in Zeitzwängen zerrieben werden – und auch die Wirtschaft muss erkennen, wie sehr sie von einer familiengerechten Zeitpolitik profitiert“, so der neue Verbandspräsident und frühere thüringische Familienminister Dr. Klaus Zeh.

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Pressemeldungen DFV Bayern Familie

08.06.2010 - Sparkonzept nachhaltig

(Bayreuth). Mit vehementem Protest nimmt der Deutsche Familienverband in Bayern die geplanten Einsparungen im Bundeshaushalt 2011 – 2014 zur Kenntnis.

"Wir sind uns alle einig: Die Schuldenspirale muss gestoppt, das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig. Ein verheerendes Signal ist aber, dass die Regierung dort spart, wo der geringste Widerstand zu erwarten ist! 37% der geplanten Einsparungen liegen im Sozialbereich des Sparpaketes. 0,6 Mrd. € weniger Anerkennungsleistung für Familien bei gleichzeitigem Einnahmeverzicht in mehrfacher Milliardenhöhe, u. a. durch einen reduzierten Mehrwertsteuersatz im Hotelgewerbe – ist das die gebotene Zukunftsorientierung?", so Petra Nölkel, Vorsitzende des DFV in Bayern.

"Noch nie seit 1946 wurden weniger Kinder geboren als 2009. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich die Geburtenrate mehr als halbiert. Wir haben nicht nur eine Währungskrise, wir steuern auf eine wesentlich dramatischere Generationenkrise zu, auf ein demographisches Desaster. Schon jetzt versteckt sich die größte Verschuldung in den Generationenverträgen der Sozialversicherung. Wenn die Bundesregierung ausgerechnet bei den Familien sparen will, wenn sie dadurch die Bereitschaft zur Übernahme von Elternverantwortung weiter schwächt, dann ist die Zukunft unseres Landes mehr gefährdet, als durch alle Währungsprobleme", so die Landesvorsitzende, Petra Nölkel.

Falsch ist die Grundannahme, mit den Kürzungen beim Elterngeld könnten auch arbeitsmarktpolitische Impulse gesetzt werden. Das Elterngeld ist keine Lohnersatzleistung, sondern Anerkennung für Erziehungsleistung – bei weitem keine besonders großzügige!

Die Politik ist mit der Sparklausur nicht am Ende. Es kommt jetzt darauf an, zu gestalten und nicht nur reflexartig zu kürzen. Der Verband warnt eindringlich davor, Leistungen für Kinderbetreuung und Bildung gegen die finanzielle Entlastung von Familien auszuspielen. Vielmehr geht es jetzt darum, wichtige im Koalitionsvertrag verankerte Zukunftsprojekte wie die bessere Unterstützung für junge Familien und die Weiterentwicklung des Familienleistungsausgleiches voranzubringen.

Der Deutsche Familienverband ist die größte parteiunabhängige, überkonfessionelle und mitgliedergetragene Interessenvertretung der Familien in Deutschland.

Bayreuth, 08.06.2010

Petra Nölkel
Landesvorsitzende des DFV-Bayern

Die Notbetreuung von Kindern wird ab 25. Mai - wie geplant - weiter ausgeweitet. Dann dürfen laut Sozialministerin Trautner alle Vorschulkinder sowie auch deren Geschwisterkinder wieder in den Kindergarten. Auch Waldkindergärten dürfen dann wieder öffnen. Wichtig seien feste Gruppen mit festen Betreuern. Kinder mit Krankheitssymptomen dürften auf keinen Fall die Kita betreten, stellte die Ministerin klar. Für diese gelte weiterhin ein absolutes Betretungsverbot. Auch die Großtagespflege wird wieder geöffnet: Dort werden laut Staatskanzlei maximal zehn Kinder gleichzeitig von zwei oder drei Tagespflegepersonen betreut.
Ab 15. Juni sollen laut Trautner dann jene Kinder, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden, sowie die Krippenkinder, die am Übergang in den Kindergarten stehen, wieder aufgenommen werden. Darüber hinaus sollen auch die Schüler der 2. und 3. Klassen an Schultagen wieder in den Horten betreut werden. Für alle weiteren Kinder gibt es noch keinen Zeitplan.
Weitere WBeschlüsse im Überblick findet ihr hier: 
http://q.bayern.de/kabinett-19-mai

Das gilt für Arbeitnehmer und Selbständige

Die Spitzen der großen Koalition haben sich auf eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes verständigt. Was für Beschäftigte jetzt wichtig ist.

  • Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit durch die Coronakrise ist massiv gestiegen.
  • Die Spitzen der großen Koalition hatten sich auf eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes verständigt.
  • Wir erklären, was das Kurzarbeitergeld bedeutet und die Neuerungen.

Artikel auf Merkur.de:
https://www.merkur.de/leben/karriere/kurzarbeitergeld-deutschland-corona-wird-erhoeht-gilt-arbeitnehmer-selbstaendige-zr-13593502.html

Neue Regelungen von Bundesfamilienministerin Giffey unterstützen Familien in der Corona-Krise.

Die Corona-Krise hat für viele Eltern Unsicherheiten beim Elterngeld mit sich gebracht. Eltern in systemrelevanten Berufen werden an ihrem Arbeitsplatz dringend benötigt und müssen mehr arbeiten als vorgesehen. Andere wiederum sind freigestellt oder in Kurzarbeit und drohen, während des Elterngeldbezugs in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten. Darauf hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey reagiert und einen Gesetzesentwurf für Anpassungen des Elterngelds vorgelegt, der heute durch den Deutschen Bundestag abschließend beraten und verabschiedet wurde.

Bundesfamilienministerin Giffey: „Trotz Corona-Krise müssen sich Eltern und die, die es demnächst werden, keine Sorgen ums Elterngeld machen. Es ist krisenfest. Mit der Elterngeld-Reform senden wir ein klares Signal: Auch in der Corona-Krise können sich Mütter und Väter auf Deutschlands bekannteste und beliebteste Familienleistung verlassen. Mit dem heute verabschiedeten Gesetz geben wir Eltern in systemrelevanten Berufen die Möglichkeit, die Zeit mit ihren Kindern nach der Krise nachzuholen. Wir verhindern, dass Eltern aufgrund der Ausnahmesituation weniger Elterngeld erhalten oder einen Teil der Leistung zurückzahlen müssen, wenn sie krisenbedingt mehr oder weniger arbeiten müssen als vorgesehen war. Die Regelungen gelten rückwirkend ab 1. März 2020. Damit stellen wir sicher, dass Familien beim Elterngeld aufgrund der Corona-Krise keine Nachteile entstehen. Mit dem krisenfesten Elterngeld, dem Notfall-Kinderzuschlag, dem Kurzarbeitergeld und den Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz unternehmen wir viel, um die wirtschaftliche Stabilität unserer Familien zu sichern.“

Der Gesetzentwurf sieht folgende drei Regelungsbereiche vor:

  • Eltern, die in systemrelevanten Branchen und Berufen arbeiten, sollen ihre Elterngeldmonate aufschieben können. Sie können diese auch nach dem 14. Lebensmonat ihres Kindes nehmen, wenn die Situation gemeistert ist, spätestens zum Juni 2021. Die später genommenen Monate verringern bei einem weiteren Kind nicht die Höhe des Elterngeldes.  
  • Der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit der Eltern fördert, soll nicht entfallen oder zurückgezahlt werden müssen, wenn Eltern aufgrund der Covid-19-Pandemie mehr oder weniger arbeiten als geplant.
  • Während des Bezugs von Elterngeld sollen Einkommensersatzleistungen, die Eltern aufgrund der Covid-19-Pandemie erhalten, die Höhe des Elterngelds nicht reduzieren. Dazu zählt zum Beispiel das Kurzarbeitergeld. Um Nachteile bei der späteren Elterngeldberechnung auszugleichen, können werdende Eltern diese Monate auch von der Elterngeldberechnung ausnehmen.

Informationen zum Elterngeld allgemein 

Das Elterngeld unterstützt Eltern nach der Geburt des Kindes durch einen Ersatz des Erwerbseinkommens für den Elternteil, der sich um die Betreuung des Kindes kümmert. Beide Eltern haben einen Anspruch auf 14 Monate Elterngeld, wenn sie sich die Betreuung aufteilen. Immer mehr Väter und Mütter nutzen das ElterngeldPlus mit der Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten und das Elterngeld länger zu erhalten. Väter, die ElterngeldPlus beziehen, kombinieren dies häufig mit dem Partnerschaftsbonus, der beiden Eltern 4 ElterngeldPlus-Monate zusätzlich sichert, wenn sie sich in einem vorgegebenen Stundenumfang Beruf und Betreuung gleichermaßen teilen. Das Elterngeld errechnet sich aus dem Durchschnitt des Nettoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes und ersetzt das bisherige Nettoeinkommen des Betreuenden zu mindestens 65%.

Das Bundeselterngeld und -elternzeitgesetz ist seit seiner Einführung 2007 mehrfach weiterentwickelt worden und eine wirkungsvolle Unterstützung für Familien in der Zeit nach der Geburt ihres Kindes: Rund 1,9 Mio. Mütter und Väter bezogen in 2019 Elterngeld, mehr als 40% der Väter beteiligen sich an der Betreuung der Kinder, Mütter gehen früher wieder zurück in die Erwerbstätigkeit. Das Elterngeld wird als verlässliche, gerechte und flexible Unterstützung bei den Beziehenden und in der gesamten Bevölkerung hochgeschätzt und erreicht sein Ziel, den Lebensstandard der Familie in der Zeit nach der Geburt des Kindes zu sichern.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Kontakt

030 201 791 30
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